Richtig gärtnern

Mischkultur im Garten

Monokulturen sind immer menschgemacht

© Natalia Kollegova/pixabay.com
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Wenn Sie sich in der Wildnis umschauen, wird Ihnen auffallen, dass Mutter Natur keine Monokulturen erzeugt. Eine wilde Mischung verschiedener Pflanzenarten kommt zusammen, wenn man sie mal gewähren lässt. Scheinbar wahllos stellt sie zusammen, was gerade zur Verfügung steht. Aber so wahllos ist das gar nicht. An einem bestimmten Standort gedeihen nur solche Pflanzen, die mit den vorherrschenden Bedingungen gut zurechtkommen. Dazu gehören Bodenbeschaffenheit, Wasserverfügbarkeit, Temperatur, Windverhältnisse und Sonneneinstrahlung. Auch die Nachbarn spielen eine Rolle, denn wie bei uns Menschen kann nicht jeder mit jedem. Viele Aspekte also, bevor sich eine funktionierende Pflanzengemeinschaft etabliert.

In Kreisläufen denken ist Umweltschutz

© Reginal/pixabay.com
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Beim Gemüseanbau können Sie sich dieses Wissen zunutze machen. In erster Linie geht es darum, eine gesunde Mischkultur anzubauen, die gute Erträge verspricht und so wenig Krankheiten und Schädlinge wie möglich aufweist. Es ist jedoch auch wichtig, in Kreisläufen zu denken – dem Boden zurückgeben, was entnommen wurde. Das erreichen Sie, indem Sie am Ende der Saison natürliche Dünger wie Kompost oder Hornspäne in die abgeräumten Beete einarbeiten oder eine Gründüngung vornehmen.

Manchmal macht es auch Sinn, einen Fruchtwechsel, also einen Wechsel zwischen Gründüngung, Stark-, Mittel- und Schwachzehrern einzuhalten, vor allem, wenn Sie auf einer Fläche nur eine Kultur angebaut haben. So können etwa Bohnen und Kartoffeln gut abwechselnd angebaut werden.

Zu den Starkzehrern gehören große Kohlarten, Gurken, Kartoffeln, Lauch, Sellerie, Zucchini und Kürbis. Mittelzehrer sind Zwiebeln, Knoblauch, Möhren, rote Bete, Fenchel, Salat, Spinat, Schwarzwurzeln, Radieschen, Kohlrabi, Paprika und Melonen. Als Schwachzehrer sind Bohnen, Erbsen und Kräuter zu nennen.

Die Nachbarschaft macht's

Multikulti ist der Trend im Gemüsebeet, aber erzwingen können Sie gegenseitige Akzeptanz auch bei den Pflanzen nicht. Da hilft es dann, sich einfach aus dem Weg zu gehen. Wir stellen Ihnen hier exemplarisch ein paar Konstellationen vor, die Sie anstreben bzw. vermeiden sollten. Sie sind alle dem Buch „Der Biogarten“ von Marie-Luise Kreuter entnommen, das wir Ihnen am Ende von jedem neuen Beitrag vorstellen. Dort finden Sie noch viel mehr Konstellationen, nach denen Sie sich richten können.

Buschbohnen

Buschbohnen können es gut mit: Bohnenkraut, Erdbeeren, Gurken, Kartoffeln, Kohlarten, Kohlrabi, Kopfsalat, Pflücksalat, Rote Bete, Sellerie oder Tomaten. Schlechte Nachbarn sind dagegen Erbsen, Fenchel, Knoblauch, Zwiebeln und Lauch.

 

 

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Erdbeeren

Erdbeeren vereinen sich gerne mit Borretsch, Buschbohnen, Knoblauch, Kopfsalat, Lauch, Radieschen, Schnittlauch, Spinat und Zwiebeln. Kohl geht gar nicht.

 

 

 

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Kohlrabi

Zu Kohlrabi können Sie Bohnen, Erbsen, Kartoffeln, Kopfsalat, Lauch, Radieschen, Rote Bete, Schwarzwurzeln, Sellerie, Spargel, Spinat oder Tomaten pflanzen. Schlechte Nachbarn gibt es beim Kohlrabi nicht.

 

 

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Kopfsalat

Kopfsalat wächst u. a. gerne neben Bohnen, Dill, Erbsen, Erdbeeren, Fenchel, Gurken, Kohl, Kohlrabi, Lauch, Möhren, Radieschen, Rote Bete, Tomaten oder Zwiebeln. Schlechte Nachbarn sind Sellerie und Petersilie.

 

 

 

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Erfahrung macht klug

Natürlich funktioniert die Suche nach geeigneten Nachbarn für Ihre Mischkultur auch nach dem Motto Versuch und Irrtum. Wenn Sie ein paar Jahre dabei sind, dann werden Sie eigene Erfahrungen gemacht haben, was funktioniert und was nicht. Und das sind bekanntlich die besten.

Buchempfehlung vom Blumen Grünschnabel in Trossingen: Der Biogarten von Marie-Luise Kreuter
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In dem von uns empfohlenen Gartenbuch "Der Biogarten" von Marie-Luise Kreuter finden Sie viele interessante Informationen, wie Sie einen artenreichen Garten anlegen und pflegen.

Das Buch gilt als eines der Standardwerke für den Biogartenbau und enthält eine immer wieder erweiterte und ergänzte Sammlung von Grundlagen zum Gärtnern, hilfreichen Anleitungen und Tipps zum naturgemäßen Anbau von Gemüse, Obst, Blumen, Stauden und Gehölzen. Zahlreiche Pflanzenprofile mit wichtigen Hinweisen erleichtern die Auswahl der richtigen Sorten.

Leseprobe

Stöbern Sie auch gerne in unserem Archiv.

Dort finden Sie alle Themen, die bisher unter dieser Rubrik zu lesen waren.

Inhalt:

  • Insekten einen Lebensraum anbieten
  • Mulchen – Schutz und Dünger in einem
  • Vom Umgang mit Samen und Jungpflanzen
  • Gründüngung
  • Impulsive Natur
  • In den Startlöchern ...
  • Keine Angst vor Schnee
  • Der Garten im Herbst
  • Der Naturgarten
  • Die Eisheiligen – Jedes Pflänzchen zur rechten Zeit

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Letzte Aktualisierung: April 2021

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